Warum Eigeninitiative sinnvoll ist
Auch wenn über die Gesundheitsrisiken von Elektrosmog noch geforscht wird, gilt das Vorsorgeprinzip: Wer einfache Maßnahmen ergreifen kann, um seine Strahlenbelastung zu senken, sollte das tun – besonders im eigenen Zuhause, wo man viele Stunden am Tag verbringt. Viele Maßnahmen sind kostenlos oder sehr günstig und erfordern nur eine kleine Verhaltensänderung.
10 wirksame Schutzmaßnahmen gegen Elektrosmog
1. WLAN nachts abschalten
Der Router läuft in vielen Haushalten 24 Stunden am Tag. Eine Zeitschaltuhr am Router oder die Nutzung der eingebauten Zeitplanfunktion kann die WLAN-Strahlung auf die tatsächlich benötigten Stunden begrenzen. Nachts im Schlafzimmer ist das besonders sinnvoll.
2. Router nicht im Schlafzimmer platzieren
Da die Feldstärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, ist die Position des Routers entscheidend. Platzieren Sie Ihren Router möglichst weit entfernt von Aufenthalts- und Schlafbereichen – idealerweise im Flur oder im Keller.
3. Auf LAN-Kabel umsteigen, wo möglich
Eine kabelgebundene Verbindung über ein Ethernet-Kabel (LAN) ist schneller, stabiler und erzeugt keine hochfrequente Strahlung. Computer und Fernseher lassen sich oft problemlos per Kabel anschließen, wodurch das WLAN-Signal deutlich reduziert werden kann.
4. DECT-Telefon mit Eco-Modus nutzen
Viele moderne Schnurlostelefone bieten einen Eco-Modus Plus, der die Strahlung der Basisstation im Stand-by auf null reduziert. Achten Sie beim Kauf auf dieses Feature oder prüfen Sie, ob Ihr bestehendes Gerät diese Funktion hat.
5. Smartphone nicht im Schlafzimmer laden
Das Smartphone sucht beim Laden häufig aktiv nach WLAN- und Mobilfunksignalen. Laden Sie es außerhalb des Schlafzimmers – und schalten Sie bei Nichtbenutzung den Flugmodus ein, um die Strahlungsemission auf null zu reduzieren.
6. Beim Telefonieren Freisprechmodus oder Kabel-Headset verwenden
Das Halten des Smartphones direkt ans Ohr bringt die Antenne nah an den Kopf. Ein kabelgebundenes Headset oder der Lautsprecher erhöhen den Abstand erheblich. Hinweis: Bluetooth-Headsets erzeugen selbst ebenfalls Hochfrequenzstrahlung, wenn auch auf niedrigem Niveau.
7. Smarte Geräte bewusst auswählen
Jedes Smart-Home-Gerät ist ein weiterer Funksender. Prüfen Sie, welche Geräte wirklich eine WLAN-Verbindung benötigen, und bevorzugen Sie kabelgebundene Alternativen, wo dies möglich ist.
8. Abstand zu Elektrogeräten halten
Niederfrequente Magnetfelder entstehen bei allen stromführenden Geräten. Halten Sie Abstand zu Geräten wie Wecker, Radio und Elektroherd – vor allem im Schlaf- und Ruhebereichen.
9. Feldstärke messen lassen
Eine professionelle Messung durch einen anerkannten Messdienst gibt Aufschluss über die tatsächliche Belastungssituation in der Wohnung. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bietet Informationen zu seriösen Messstellen.
10. Schlafbereich besonders schützen
Da wir ein Drittel unseres Lebens schlafen, ist der Schlafbereich besonders wichtig. Entfernen Sie elektrische Geräte soweit möglich aus dem Schlafzimmer oder schalten Sie diese vom Netz, um auch niederfrequente Felder zu minimieren.
Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung
Keine dieser Maßnahmen erfordert großen Aufwand oder hohe Kosten. Schon die konsequente Umsetzung einiger dieser Tipps kann die tägliche Strahlenexposition spürbar senken – ganz im Sinne einer vorsorgeorientierten Lebensweise.